LED-Lösungen für Industrie, Gewerbe und anspruchsvolle Bestandsumgebungen
Von einzelnen Hallenbereichen bis zu umfangreichen Modernisierungen mit mehreren hundert oder über 1.000 Lichtpunkten:
Entscheidend ist nicht nur die Leuchte, sondern das Zusammenspiel aus Lichtqualität,
Energieeffizienz, intelligenter Steuerung, Wartungszugänglichkeit und Betriebssicherheit.
Story-Block aus der Praxis · Lichtplanung Industrie
Fertigwarenlager einer Papierfabrik
Mehr Licht, deutlich weniger Anschlussleistung und bis zu 77 % Energieeinsparung durch professionelle Lichtplanung,
Variantenvergleich und intelligente Steuerung.
Die Aufgabenstellung
Der Kunde wollte keine pauschale 1:1-Sanierung. Ziel war eine belastbare Entscheidungsgrundlage:
Mit möglichst geringem Eigeninvest nach Förderung sollte der optimale Mix aus Beleuchtungsqualität,
Energieeinsparung und Investitionskosten gefunden werden.
Ausgangssituation vor Ort
Bestandsanlage
208
NAV-Leuchten
Installierte Leistung
58,24 kW
Anschlussleistung Altanlage
Vor-Ort-Messung
160–180 Lux
gemessene Beleuchtungsstärke
Planungsziel
mehr Licht
bei deutlich weniger Energieverbrauch
Warum Planung statt einfachem Austausch?
Eine neue LED-Leuchte allein beantwortet noch nicht die entscheidende Frage: Welche Lösung ist technisch sinnvoll,
wirtschaftlich tragfähig und förderfähig? Deshalb wurden mehrere Varianten betrachtet – mit unterschiedlichen
Leuchtenleistungen, Anschlusswerten, Beleuchtungsstärken und Einsparpotenzialen.
Die untersuchten Varianten
Variante A
Maximale Lichtreserve
Alle 208 Lichtpunkte werden mit leistungsstarken LED-Leuchten ausgestattet. Diese Lösung liefert die höchsten
Beleuchtungsstärken und große Reserven, verursacht aber auch die höchste Investition.
Technik: 208 × 150 W LED Ø Beleuchtungsstärke: ca. 370 Lux Anschlussleistung: 31,20 kW Energieeinsparung: ca. 46 %
Variante B
Wirtschaftliche LED-Lösung
Alle vorhandenen Lichtpunkte werden durch effiziente LED-Leuchten geringerer Leistung ersetzt.
Das Lichtniveau ist für ein Fertigwarenlager sehr gut, die Anschlussleistung sinkt deutlich.
Technik: 208 × 110 W LED Ø Beleuchtungsstärke: ca. 280 Lux Anschlussleistung: 22,88 kW Energieeinsparung: ca. 61 %
Variante C · Empfehlung
Optimierter Mix
Unterschiedliche Leuchtenleistungen werden gezielt kombiniert. Höhere Leistung wird nur dort eingesetzt,
wo sie tatsächlich benötigt wird. Dadurch entsteht die beste Balance aus Lichtqualität, Investition und Betriebskosten.
Technik: 195 × 110 W + 13 × 150 W LED Ø Beleuchtungsstärke: ca. 280 Lux Installierte LED-Leistung: 23,40 kW Mit intelligenter Steuerung: bis 77 % Einsparung
Vergleich auf einen Blick
Zustand / Variante
Ø Beleuchtungsstärke
Leistung / Energiebedarf
Einordnung
Bestand NAV
160–180 Lux gemessen
58,24 kW
hoher Energieeinsatz, niedriges Lichtniveau
Variante A
ca. 370 Lux
31,20 kW
maximale Lichtreserve
Variante B
ca. 280 Lux
22,88 kW
wirtschaftliche LED-Lösung
Variante C
ca. 280 Lux
23,40 kW
optimierter Mix
Variante C + Steuerung
ca. 280 Lux
rechnerisch ca. 13,40 kW
bis 77 % Energieeinsparung
Ergebnis der Planung
Vorher
160–180 Lux
gemessene Beleuchtungsstärke
Nach Planung
≈ 280 Lux
empfohlene Lösung
LED-Anlage
23,40 kW
installierte Leistung
Mit intelligenter Steuerung
13,40 kW
rechnerischer Energiebedarf
Die vorhandene NAV-Beleuchtungsanlage erreichte trotz 58,24 kW Anschlussleistung nur
160 bis 180 Lux. Die empfohlene LED-Variante erhöht das Beleuchtungsniveau auf rund
280 Lux und reduziert die installierte Leistung auf 23,40 kW.
Durch die zusätzliche Implementierung einer intelligenten Lichtsteuerung mit Präsenzmeldern, DALI-Regelung
und nutzungsabhängiger Schaltung ergibt sich rechnerisch ein durchschnittlicher Energiebedarf von nur noch
rund 13,40 kW. Das entspricht einer möglichen Energieeinsparung von bis zu
77 % gegenüber der Bestandsanlage.
Fazit aus der Praxis
Dieses Beispiel zeigt: Die wirtschaftlichste Lösung ist nicht automatisch die stärkste oder teuerste Variante.
Erst durch professionelle Lichtplanung wird sichtbar, welche Kombination aus Lichtqualität, Investition,
Förderung, Energieverbrauch und Betriebskosten wirklich sinnvoll ist.
58,24 kW → 23,40 kW → rechnerisch ca. 13,40 kW bei gleichzeitig deutlich verbessertem Beleuchtungsniveau.
Gute Lichtplanung bedeutet nicht mehr Technik – sondern die richtige Technik am richtigen Ort.
PV-Projekte im Gewerbe- und Industriebereich bis 1 MWp+
PV-Projekte auf Gewerbe- und Industrieflächen erfordern deutlich mehr als reine Modulbelegung.
Dachzustand, Statik, Brandschutz, Kabelführung, DC-/AC-Planung,
Netzanschluss, Speicherintegration und Ladeinfrastruktur müssen frühzeitig zusammen gedacht werden.
Anonymisiertes Praxisbeispiel · Industrie-PV
Von der Dachanalyse bis zur technischen Auslegung
Viele sehen später nur die fertige Photovoltaikanlage. Der Projekterfolg entsteht jedoch deutlich früher: bei Analyse, Belegung, Stringplanung, Wechselrichterauslegung, Montageplanung und statischer Betrachtung.
Schritt 01
Ausgangssituation
Die Grundlage jeder wirtschaftlichen PV-Anlage ist eine präzise Analyse der vorhandenen Dachflächen. Erfasst werden Teilflächen, Dachaufbauten, technische Rahmenbedingungen und die grundsätzliche Eignung für eine industrielle PV-Nutzung.
Schritt 02
Digitale 3D-Planung
Die geplanten Modulfelder werden digital sichtbar und technisch nachvollziehbar dargestellt. So lassen sich Dachflächen, Gebäudegeometrie, Belegungsbereiche und spätere Umsetzungsschritte bereits frühzeitig bewerten.
Schritt 03
Modulbelegung
Auf Grundlage der Bestandsdaten wird die optimale Belegung der verfügbaren Dachflächen entwickelt. Die Module werden so angeordnet, dass Ertrag, Wartungsfreundlichkeit, Dachaufbauten und nutzbare Fläche sinnvoll miteinander verbunden werden.
Schritt 04
Stringplanung & Verschaltung
Die Modulfelder werden elektrisch zu sinnvollen Strings zusammengefasst. Dabei werden Dachbereiche, Ausrichtungen, Spannungslagen und technische Vorgaben berücksichtigt, um eine saubere elektrische Struktur zu schaffen.
Schritt 05
Wechselrichterauslegung
Die optimale Auswahl und Dimensionierung der Wechselrichter ist entscheidend für Ertrag und Betriebssicherheit. Generatorfelder, Strings, Spannungsbereiche, Leistungsreserven und das DC/AC-Verhältnis werden technisch aufeinander abgestimmt.
Schritt 06
Montageplanung
Die Montageplanung übersetzt die technische Belegung in eine umsetzbare Ausführung. Unterkonstruktion, Montagefelder, Dachbereiche und praktische Montageschritte werden so vorbereitet, dass die spätere Umsetzung strukturiert erfolgen kann.
Schritt 07
Statik & Ballastierung
Die statische Betrachtung ist ein zentraler Bestandteil jeder seriösen Industrie-PV-Planung. Windlast, Schneelast, Ballastierung, Lastverteilung und Dachreserven müssen zur geplanten Anlage und zur Gebäudesituation passen.
Schritt 08
Lastparameter
Neben der Modulbelegung müssen auch Systemgewicht und Flächenbelastung nachvollziehbar bewertet werden. Die Prüfung der Lastparameter unterstützt die technische Bewertung der Dachflächen und schafft Transparenz für weitere Entscheidungen.
Schritt 09
AC/DC-Technik
Die technische Abstimmung zwischen Gleichstrom- und Wechselstromseite beeinflusst Effizienz und Betriebssicherheit. Wechselrichtertechnik, Verschaltung, Leitungsführung und Wirkungsgradbetrachtung werden in der Gesamtplanung zusammengeführt.
Die Darstellungen sind anonymisiert und zeigen beispielhaft die technische Projektlogik eines Industrie-PV-Projekts. Kundennamen, Standortangaben und projektspezifische Informationen werden nicht veröffentlicht.
Industrie-PV beginnt nicht mit Modulen, sondern mit belastbarer Planung.
Ob Industriedach, Eigenverbrauch, Speicheroption oder spätere Erweiterung: Eine saubere technische Grundlage entscheidet über Wirtschaftlichkeit, Betriebssicherheit und Umsetzbarkeit.
3D-Simulation, Falschfarben und technisch belastbare Lichtplanung
Eine belastbare Lichtplanung zeigt bereits vor der Umsetzung,
was später im Betrieb funktionieren muss:
3D-Simulationen, Falschfarbendarstellungen, Lux-Verteilungen,
Gleichmäßigkeit, Blendungsbewertung und wirtschaftliche Variantenvergleiche.
Industrieumgebungen & Bestandssituationen
Technische Infrastruktur unter realen Bedingungen
Gewachsene Industrieanlagen, technische Infrastruktur, Produktionsumfelder,
Bestandsbereiche und reale Projektbedingungen:
Die folgenden Eindrücke zeigen typische Situationen aus Industrie,
Gewerbe und technischen Bestandsumgebungen — genau dort,
wo technische Bewertung, Planung und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen entscheidend sind.
Aus Gründen des Datenschutzes, kundenspezifischer Sicherheitsanforderungen sowie betrieblicher Vorgaben wurden einzelne Inhalte, Bereiche, Firmenkennzeichnungen und Anlagendetails bewusst anonymisiert oder reduziert dargestellt.
Die gezeigten Beispiele stammen aus realen Projektumgebungen aus Industrie, Gewerbe und technischem Bestand.
TH-IL Consulting unterstützt Industrie, Gewerbe, Kommunen und KMU bei der technischen Bewertung,
Projektvorbereitung und wirtschaftlich sinnvollen Umsetzung — von LED-Modernisierung und Lichtplanung
über PV, Speicher und Ladeinfrastruktur bis zu komplexen Bestandssituationen und gewachsenen Industrieumgebungen.